Ladies Dinner 10.11. 2016 - Frau DüzenTekkal, Journalistin, Filmemacherin und Buchautorin referierte zum Thema:"Warum die Integrationsfähigkeit von Zuwanderern und Flüchtlingen an der Frauenfrage hängt?"

Präsidentin ZC Arnsberg Christiane Cordes (links) und Referentin Düzen Tekkal (rechts)

„Deutschland ist bedroht!“

Die Kulturschmiede in Arnsberg war bis auf den letzten Platz belegt, als am 10. November 2016 der ZONTA-Club Arnsberg zu seinem traditionellen Ladies Dinner geladen hatte. Als Referentin konnte die Journalistin, Filmemacherin und Buchautorin Frau Düzen Tekkal gewonnen werden. Als Deutsche in einem liberalen Elternhaus aufgewachsene Jesidin mit kurdischen Wurzeln erlangte sie internationale Anerkennung als Expertin zu den Themen Integration, Jesiden, Islamismus und Salafismus. Sie engagiert sich aktiv  bei „HAWAR.help“, für die € 1.330,00 durch die Hutsammlung des Abends gespendet wurden. „HAWAR.help“- Hilfe gegen jede Form von Verfolgung und Gewalt. Das ist auch eines der Themen, die ZONTA International verfolgt. Der ZONTA Club Arnsberg engagiert sich ebenfalls in diesem Rahmen seit über 10 Jahren aktiv. Aus diesem Grund begeisterte Frau Tekkal bereits im Vorfeld die Mitglieder und nun auch während des Ladies Dinners  weitere insgesamt 140 Frauen aus der Region mit ihrem Vortrag, in dem sie eindringlich dazu aufrief, unsere demokratischen Werte in Deutschland zu verteidigen. Ausgehend von der These ihres gleichnamigen, jüngst erschienenen Buches „Deutschland ist bedroht“(2016), warnte sie vor den rechtsextremen wie islamistischen Feinden der Demokratie.

Ihr eindringlicher Appell gilt den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes Mut und Entschlossenheit zu zeigen, wenn es darum geht unseren Rechtsstaat zu verteidigen:

 Düzen Tekkal mahnt an, dass es uns alle betreffe, wenn junge Menschen, die in diesem Land geboren sind, der Propaganda Gewalt bereiter Salafisten und des IS erliegen.

Eine weitere Gefahr für die Demokratie sieht Düzen Tekkal in einer sich zunehmend radikalisierenden Allianz aus NPD und Pegida, die sowohl Asylsuchende wie auch diejenigen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, bedrohe.

Sie resümiert, dass all dies uns vor Augen führe, dass wir ein Integrationsproblem hätten, das nicht nur Migranten betreffe: „Wir als Bürger können entscheiden, wie wir mit dieser Bedrohung umgehen. Wenn Migranten, ihre Kinder und Enkel dazugehören sollen und dürfen, dann ist Deutschland bedroht und zwar in dem Moment, in dem die neuen Deutschen bedroht sind, weil sie die hiesigen Werte verteidigen.“